Die Unterstützungskasse ist ein eigenständiger Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Anders als bei einer klassischen Direktversicherung steht dabei nicht der Versicherungsvertrag im Mittelpunkt, sondern die Versorgungszusage und die dafür geschaffene Versorgungsstruktur.
Für Unternehmen eröffnet dies einen weiteren Weg, betriebliche Altersversorgung zu organisieren und entsprechend der eigenen Unternehmenssituation zu gestalten.
Die Unterstützungskasse gehört zu den ältesten Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung. Bereits vor über 150 Jahren wurde sie von Unternehmen genutzt, um die Versorgung ihrer Mitarbeiter zu organisieren.
Grundlage ist eine Versorgungszusage des Arbeitgebers. Die Unterstützungskasse bildet den organisatorischen Rahmen für deren Durchführung.
Dabei handelt es sich nicht um ein Versicherungsprodukt.
Die Finanzierung kann dabei über Arbeitgeberbeiträge, Entgeltumwandlung der Mitarbeiter oder eine Kombination verschiedener Bausteine erfolgen.
Am Anfang steht die Entscheidung des Unternehmens, seinen Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung anzubieten.
Aus dieser Entscheidung entsteht eine konkrete Versorgungszusage. Die Unterstützungskasse bildet den Rahmen, in dem diese Zusage organisiert und finanziert wird.
Die Unterstützungskasse ist damit nicht die Altersversorgung selbst, sondern der gewählte Durchführungsweg für die zugesagte Versorgung.
Die Finanzierung kann unterschiedlich gestaltet werden. Möglich sind insbesondere Arbeitgeberbeiträge, Entgeltumwandlung oder eine Kombination aus Arbeitgeberleistung und Entgeltumwandlung.
Bei einer pauschaldotierten Unterstützungskasse kommt die pauschale Dotierung als besonderes Gestaltungselement hinzu. Je nach Ausgestaltung kann dadurch Liquidität wirtschaftlich im Unternehmen verbleiben.
Die konkrete wirtschaftliche und steuerliche Wirkung hängt von der jeweiligen Gestaltung und den individuellen Verhältnissen des Unternehmens ab.
Bei einer klassischen versicherungsförmigen Lösung werden die Beiträge an einen externen Versorgungsträger abgeführt.
Bei einer pauschaldotierten Unterstützungskasse kann die Finanzierung anders gestaltet werden. Die Mittel können – abhängig von der konkreten Ausgestaltung – wirtschaftlich im Unternehmen verfügbar bleiben.
Damit kann die Unterstützungskasse neben der Versorgung der Mitarbeiter auch für die finanzielle Gestaltung des Unternehmens relevant sein.
Unternehmen unterscheiden sich hinsichtlich Mitarbeiterstruktur, Größe, wirtschaftlicher Situation, Versorgungszielen und gewünschter Arbeitgeberleistung.
Deshalb beginnt die Gestaltung einer Unterstützungskasse nicht mit einem Tarif, sondern mit der Frage, welche Versorgung für die Mitarbeiter vorgesehen ist und wie diese in die Rahmenbedingungen des Unternehmens passt.
Eine individuelle Betrachtung ist damit wesentlicher Bestandteil der Gestaltung.
Wir betrachten zunächst das Unternehmen, die Mitarbeiterstruktur, die Versorgungsziele und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, ob eine Unterstützungskasse geeignet ist und welche Gestaltung in Betracht kommt.
Ihre Situation. Ihre Ziele. Ihre Berechnung.
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